So viele Klausuren, so wenig Zeit

Lernen, lernen, lernen. Foto: Dennis Wegner

Lernen, lernen, lernen. Foto: Dennis Wegner

Auf meinem Schreibtisch liegen bunte Karteikarten und die Aufzeichnungen des vergangenen Semesters verstreut, hinzu kommt eine leere Kaffeetasse und ein Sammelsurium von Kugelschreibern und Textmarkern – es ist mal wieder Prüfungsphase. Zum ersten Mal, seitdem ich studiere, verspüre ich wirklichen Lernstress – und davon nicht zu wenig. Ich befinde mich am Ende des vierten Semesters. Diesmal stehen acht Klausuren und zwei Hausarbeiten an. Ganz schön happig. Da der zweite Prüfungszeitraum mir persönlich sehr ungünstig liegt, schiebe ich also alle Klausuren in den ersten Zeitraum. Eine Entscheidung, die ich schon sehr schnell bereuen soll: fünf Klausuren in der ersten Woche, davon drei an einem Tag. Hinzu kommt, dass ich mich immer wieder beim Prokrastinieren erwische. Was ich brauche, ist mehr Zeit und mehr Disziplin. Doch wie überstehe ich die Klausurenzeit wohl am besten?

Wichtige Faktoren sind natürlich Lernort und Zeitmanagement. Leider erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich zu Hause sinnlos im Internet surfe, mich bei Facebook einlogge und hochinteressantes Trivialwissen auf Wikipedia ansammle. Ein internetloser Ort wäre also Ideal, und viele schwören ja auf das Lernen in der Bibliothek. Da aber auch schon der Weg zur Bib so viel Zeit frisst, bleibe ich lieber daheim. Weil ich kein sonderlich disziplinierter Lerner bin und immer viele Pausen benötige, ist dies wohl auch am besten so. Da ich gerne lese, teile ich mir das Lernen so auf: Ich belohne mich nach jeder abgeschlossenen Lerneinheit mit einem Kapitel oder einem Akt aus meiner aktuellen Lektüre. Die meisten möchten wahrscheinlich in ihren Pausen lieber abschalten – aber nichts beruhigt mich besser als Büchner und Brecht.

Ich rate jedem, seine Klausuren gut auf beide Prüfungszeiträume aufzuteilen. Eine Angst, die ich hatte, war, dass Prüfungen, die ich im zweiten Zeitraum nicht bestehe, mir zum Verhängnis werden könnten. Viel schlimmer ist meine Situation allerdings jetzt, denn ich habe nicht das Gefühl, mich für alle Klausuren ausreichend vorbereiten zu können. Aber da muss ich nun wohl in den sauren Apfel beißen. Und da auch das Schreiben dieses Textes mehr oder weniger Ablenkung vom Lernen ist, höre ich jetzt besser auf und prügele mir wieder Definitionen und Vokabeln rein. Wir sehen uns nach den Klausuren wieder, viel Erfolg bei allen anstehenden Prüfungen!

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Dennis Wegner

Über Dennis Wegner

Dennis Wegner ist 24 Jahre alt und studiert an der CAU Deutsch, Englisch und Russisch auf Lehramt. Seit dem Wintersemester 2011 wohnt er in Kiel und er fühlte sich in der Stadt sofort gut aufgehoben. Dennis ist ein Bücherwurm, hört gerne gute Musik und schreibt kreative Texte.

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