Gemüse, Gemeinschaft und Geografie

Vier der fünf Gründungsmitglieder von KIELToffeln

Vier der fünf Gründungsmitglieder Foto: KIELToffeln

Hinter dem Namen KIELToffeln steht eine Gruppe von Studenten der CAU, die mit ihrem Projekt Veränderung bewirken möchten. KIELToffeln, der regionale Mensamarkt, ist genau was der Name verspricht. Auf dem Christian-Albrechts-Platz werden Lebensmittel verkauft, die aus der Region stammen.  Das Brot kommt vom Passader Backhaus, alles andere vom Lindhof, dem Versuchsgut der Universität. Kartoffeln und Eier produziert dieser selbst, der Rest stammt von seinem Hofladen. Die Studenten bestimmen, was angeboten wird und woher es kommt. Gesund soll es sein und regional, den weitesten Weg nehmen die Äpfel aus dem Alten Land.

Die Studenten, das sind Christian Prien, Melanie Rixen, Johannes Glöckler, Jonas Paul und Davina Spiers. Sie haben das Projekt KIELToffeln gegründet. Angetrieben werden die fünf Geografiestudenten von ihrem Idealismus, so sagen sie. Die Idee kam ihnen im Rahmen des Moduls Geomedien. Sie hörten sich um und stellten fest, dass die Nachfrage nach einem studentenfreundlichen Markt mit regionalen Produkten groß ist.

Mit ihrem Projekt bewarben sie sich bei YooWeeDoo. Diese Plattform unterstützt vielversprechende Projekte, die gesellschaftliche Veränderung zum Ziel haben.

KIELToffeln erhielt eine Förderung von 1000 Euro. Damit konnte eine Grundausstattung angeschafft werden. Die Kooperation mit dem Lindhof entstand durch die Anfrage der Gruppe.

Seit dem 28. Mai veranstalteten die Studenten regelmäßig den regionalen Mensamarkt. Sie ziehen eine positive Bilanz. Unter Hochschulmitarbeitern und Studierenden kam KIELToffeln, eigenen Angaben zufolge, sehr gut an. Die Gruppe ist äußerst zufrieden. Die erzielten Gewinne gehen an den Lindhof, da dieser auch das alleinige Risiko trägt. Einen wirtschaftlichen Gedanken gibt es unter den Studenten nicht. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen. Man bietet den Menschen gesunde Produkte aus der Region. Vor allem aber bringt man Menschen zusammen. Den Campus zu beleben ist den Projektteilnehmern wichtig. Es geht nicht um Konkurrenz zu den Wochenmärkten, sondern darum, Studenten und Mitarbeitern der Uni einen Markt anzubieten, der gut erreichbar ist. Außerdem fügt er sich gut in den oft rappelvollen Stundenplan ein.

Der Marktstand auf dem Christian-Albrechts-Platz

Der Marktstand auf dem Christian-Albrechts-Platz Foto: KIELToffeln

Allerdings kann KIELToffeln nur innerhalb der Vorlesungszeit angeboten werden. In den Semesterferien wäre die Nachfrage zu gering. Trotzdem geht das Projekt weiter, allerdings nicht ohne frisches Blut. Drei der fünf Studenten verlassen die Gruppe, und Nachwuchs wird dringend gesucht. Der Aufwand ist hoch und für die zwei verbleibenden nicht allein zu bewältigen.

Auch anderweitig kann KIELToffeln unterstützt werden. Gegen Spende sind Jutebeutel mit Kartoffeldruck erhätlich. Der Erlös geht an das Projekt, welches auch auf Facebook zu finden ist.

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