Festival für kreative Köpfe

Von Hamburg aus ging es am 19.11. erst einmal mit dem Flugzeug nach Frankfurt und von dort aus weiter nach Graz ins Hostel, in dem wir bis zum 22. blieben. Wir? Eine kleine Gruppe von  sechs Studenten der Fachhochschule Kiel und die Professorin, die unsere Exkursion zum European Youth Award Festival organisiert hat.

Der European Youth Award ist ein Wettbewerb für junge kreative Köpfe aus ganz Europa. Eingereicht werden können innovative digitale Projekte in sieben verschiedenen Kategorien, aus denen im nächsten Schritt Gewinnerprojekte ausgewählt wurden. Wieder zu Hause angekommen, wollen die Eindrücke, Ideen und auch Workshops nun geordnet und Revue passiert werden.

Vorbereitungen für den European Youth

Vorbereitungen für den European Youth

Gewinnerprojekte des European Youth Awards 2014

Gewinnerprojekte des European Youth Awards 2014

Die Vorbereitung fürs Festival fand schon im Vorweg im Rahmen eines Wahlpflichtfaches statt. Wir Kieler Studenten konnten uns jeweils ein Gewinnerprojekt aus den verschiedenen Kategorien aussuchen, das wir testen wollten, um anschließend den Machern ein Feedback zu geben. Ich entschied mich für ein Projekt aus der Kategorie „Money Matters“ namens Aha Design. Bei dem Projekt eines jungen Briten und eines Schweden ging es darum, die Jugendarbeitslosigkeit in Großbritannien zu verringern. Dazu wird Internet affinen Jugendlichen eine Plattform geboten, auf der sie ihre bereits vorhandenen Internetkenntnisse auf ihrem eigenen Profil vorstellen können. Aha Design gibt ihnen durch Fort- und Weiterbildungen eine zusätzliche Hilfestellung. Ziel ist es, die arbeitslosen Jugendlichen in eine Festanstellung zu bringen. Oder den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

Die Teams, die die Gewinnerprojekte testen und bewerten sollten, bestanden aus internationalen Studenten aus ganz Europa. Wir hatten die Aufgabe, einen Fragebogen zu Punkten wie Inhalt, Design und Zielgruppe auszufüllen, ein Plakat zu erstellen, das dem Projekt Verbesserungsvorschläge gibt, und in einem kurzen Essay das Start-up vorzustellen. Während der Vorbereitungsphase arbeitete ich sehr eng mit einer jungen Ungarin zusammen. Es war spannend zu sehen, wie verschieden die unterschiedlichen Studenten aus den verschiedensten Ländern arbeiten und welche Sicht sie auf die vorgestellten Projekte hatten.

Straße am Hauptplatz in Graz

Straße am Hauptplatz in Graz

Sehr groß war die Freude, als Boróka und ich uns in Graz endlich persönlich kennenlernten. Viel Zeit zum Austausch blieb uns dort leider nicht, denn unser Programm war bereits am Mittwoch, dem Anreisetag, total voll. Besonders spannend war die Eröffnungsveranstaltung am Mittwochabend im Rathaus von Graz. Hier waren nicht nur die Vorträge der Redner interessant, sondern auch das geschichtsträchtige Gebäude, in dem wir uns befanden – das Rathaus erhebt sich im prächtigen Renaissancestil am Hauptplatz der Stadt. Erbaut wurde es 1550, nachdem das vorherige Rathaus zu klein geworden war. Nach der Eröffnungsveranstaltung gab es noch ein gemeinsames Abendessen mit allen anwesenden Studenten, Preisträgern und Referenten.

Am Donnerstag startete das Programm dann wieder um 9 Uhr im European Centre for Modern Language. Nach einer kurzen Begrüßung folgten Vorträge verschiedener Referenten und Workshops für alle Teilnehmer. Am Abend wurde es dann besonders spannend, denn die Gewinnerteams präsentierten ihre innovativen digitalen Projekte vor nationalen und internationalen Studenten – und vor einer Jury, die das Gewinnerprojekt aus allen Kategorien aussuchen musste. Drei Stunden lang verfolgte ich gespannt den Vorträgen und war erstaunt von den vielen Ideen, die mich besonders von der technischen Umsetzung her beeindruckten. Besonders angetan hatten es mir an dem Abend die Projekte aus der Kategorie Healthy Life, in der es zwei Gewinnerprojekte gab.

Am letzten Festivaltag waren dann wir internationalen Studenten gefragt, denn wir sollten unsere Poster vorstellen und mit den jeweiligen Projektteams ins Gespräch kommen. Meine ungarische Projektpartnerin und ich waren sehr aufgeregt, als wir mit den Machern von Aha Design über die Vor- und Nachteile ihres Projektes redeten. Die beiden jungen Unternehmer waren jedoch von unserer Präsentation sehr angetan, und wir waren sehr zufrieden mit unserer Arbeit und freuten uns darauf, bei der Abschlussgala an diesem Abend zu feiern.

Veranstaltungsraum Dom im Berg

Veranstaltungsraum Dom im Berg

Die Abschlussgala fand in einem ganz besonderen Veranstaltungsraum statt – einem Berg. Im Schlossberg wurde ein multifunktionaler Raum in den Felsen geschlagen, in dem an diesem Abend der Gewinner des Festivals gekürt wurde. Moderiert wurde die Gala von einem dänischen Professor, der aus Großbritannien stammt. Mit seiner humorvollen, frischen Art verliefen die knapp drei Stunden Gala wie im Fluge. Am Ende wurde dann das Siegerprojekt ernannt.

 

Galaveranstaltung im Dom im Berg

Galaveranstaltung im Dom im Berg

Der European Youth Award ging an das Projekt „Gov-Faces“ aus Genf. Bei GovFaces handelt es sich um ein Soziales Netzwerk, in dem sich Bürger mit ihren Politikern vernetzen und interagieren können.

Insgesamt waren das European Youth Award Festival, die verschiedenen Leute, Projekte und Ideen sehr inspirierend für mich, und ich konnte viele Eindrücke und Gedanken wieder mit nach Hause nehmen. Höchst motiviert starte ich nun wieder in die zweite Phase des Semsters.

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