Rasende Reporter(innen) auf der Kieler Woche

IMG-20150621-WA0021Filmbeiträge produzieren wie die Großen: Vielleicht habt Ihr während der KiWo den einen oder anderen Mikrofonpuschel (aka Zwelch) gesichtet. Das erste Mal mit professionellem Equipment zu drehen, ist ganz schön aufregend. Jedes Jahr haben Studierende aus dem Fachbereich Medien der Fachhochschule Kiel die Gelegenheit, in der Kieler Woche Onlineredaktion mitzuwirken. Die Beiträge können ganz verschieden aussehen. Da ist vom Format „Sagen Sie mal…“ über Wettessen auf dem Internationalen Markt bis zum Interview mit großen Stars alles dabei. Dies ist auch für die Studis, die bereits eine Ausbildung haben, etwas ganz Besonderes. Wie oft bekommt man schon die Möglichkeit, noch während seines Studiums zum Beispiel etwas für den NDR zu produzieren?

Der erste Dreh in großem Stil

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, sich mit Kameraequipment und Tonangel durch eine Menschenmenge zu drängeln. Alle Leute schauen einen an. Doch genau das ist auch das Coole daran. Man fühlt sich unglaublich wichtig – alle Leute schauen einen an. Heute bin ich für den Ton verantwortlich.
Ich laufe mit meinem Presseausweis in Richtung Bühnengraben durchs Publikum. Gleich erhalte ich meinen Backstagepass und treffe Lotto King Karl hinter der Bühne. Das muss ich erst einmal verdauen! An der Security vorbei geht es direkt ins Pressezelt. Hmm, ich hatte mir einen Backstagebereich immer anders vorgestellt. Die Prominenten sind eben doch nur ganz normale Leute. Der größte Luxus hier sind die mobilen Toilettenwagen (mit elektrischen Schiebetüren und überall Bewegungsmeldern!).

Der Dreh geht bis 00:30 Uhr. Als ich wieder in der Redaktion im Offenen Kanal Kiel (OKK) ankomme, ziehe ich die Dateien auf den Computer im Schnittraum. Es dauert eine Weile, bis ich dann um 02:00 Uhr endlich zu Hause bin. Doch kaum bin ich eingeschlafen, klingelt direkt wieder der Wecker. Nach vier Stunden Schlaf geht es wieder zurück in die Redaktion. Der Beitrag muss schließlich möglichst schnell raus, um aktuell zu bleiben. Ein Glück habe ich schon ein paar Mal geschnitten und bin einigermaßen mit Adobe Premiere vertraut. Trotz allem brauchen mein Team und ich ganze zwölf Stunden für den Schnitt. Es ist bereits morgens, als ich wieder nach Hause komme.20150622_184907

Tag drei ist schon um einiges entspannter. So langsam hat sich mein Körper an den nicht vorhandenen Schlaf und die Dauerbelastung gewöhnt. Heute haben mein Team und ich ein Interview mit United Four vor uns. Die Jungs sind total locker und auch Backstage sehr bodenständig: Das Catering besteht aus einigen Köstlichkeiten, 20150622_213857die ein Crewmitglied auf dem Internationalen Markt besorgt hat. Bratnudeln, Bratwurst im Brötchen, Grillspieße etc. Auch beim Interview sind die Jungs sich für nichts zu schade und setzen sich spontan mit unserer Moderatorin auf die nassen Treppen. Am Ende trinken wir noch alle eine Kleinigkeit zusammen und wir machen uns auf den Weg zurück in die Redaktion. Es folgen eine Nacht mit wenig Schlaf und ein weiterer Tag im Schnittraum.

Mein Resümee

Das Projekt ist wirklich eine tolle Erfahrung, die jedoch mit einer Menge Stress verbunden ist. Ich zum Beispiel war vier Tage am Stück völlig übermüdet, ausgelaugt und brauchte an meinem ersten freien Tag so viel Schlaf, dass der Tag schon fast wieder zuende war. In jedem Fall ist es eine nette Referenz, einmal so etwas gemacht zu haben. Ob die Prüfungsleistung für die beiden Studiengänge „Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation“ und „Multimedia Production“ gleichermaßen gerecht ist, sei jedoch dahin gestellt.

Alle Beiträge unserer Onlineredaktion findet Ihr auf der offiziellen Homepage der Kieler Woche, dem offiziellen Youtube Kanal und eine Auswahl auf der Seite des NDR.

Ein Gedanke zu „Rasende Reporter(innen) auf der Kieler Woche

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