Refugees Welcome: Kieler Studenten helfen Flüchtlingen

Kiel heißt die Geflüchteten mit offenen Armen Willkommen.  Quelle: Frank Peter

Kiel heißt die Geflüchteten mit offenen Armen Willkommen.
Quelle: Frank Peter

Zwei Tage früher als erwartet trafen rund 500 Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Nordmarksportfeld in Kiel ein. Sie wurden freundlich Willkommen geheißen: mit Plakaten, Luftballons und einer Welle aus Wärme. Um die neuen Herausforderungen für die Stadt zu bewältigen, fand am 3. September in der Mensa der CAU Kiel ein Vernetzungstreffen statt. Bei diesem konnte man sich über unterschiedliche Organisationen und Projekte informieren und eigene Ideen einbringen.

Um die 1000 Leute nahmen an dem Treffen teil. Mit einem solchen Andrang hatten die Veranstalter offensichtlich nicht gerechnet. Die Technik in den zu kleinen Räumlichkeiten versagte, so dass besonders in den letzten Reihen Unmut aufkam. Wohl aus diesem Grund verließen einige Leute die Veranstaltung zügig. Dennoch zeichnete sich das Treffen durch Spontaneität, Improvisation und Herzlichkeit aus. Und auch das Angebot zur Hilfsbereitschaft war überwältigend.

Damit es nicht bei einem einmaligen Treffen oder blindem Facebook-Aktionismus bleibt, stellten sich verschiedene Organisationen und Projekte vor. Alle haben ein gemeinsames Ziel: Den Flüchtlingen in der Erstaufnahmeeinrichtung zu helfen und ihnen so den Start in Deutschland zu erleichtern. Dazu ist eine klare Struktur und Koordination von Bedeutung.

Auch Studenten können sich engagieren

Gerade für Studierende gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich zu engagieren. Von Fußballspielen bis hin zu Sprachkursen – jeder kann seine ganz persönlichen Talente einbringen. Die Hilfe kann unterschiedliche Formen annehmen: von Spenden sammeln bis hin zu Leichtigkeit in den Alltag der Flüchtlinge bringen. Dazu zählen die Organisation eines Musikfestivals, gemeinsames Kochen und Ausflüge. Die Flüchtlinge wiederum können über ein Tandem-Projekt den Ehrenamtlichen etwas zurückgeben: Einblicke in eine andere Kultur.

Die CAU Kiel kann zwar keine Räumlichkeiten versprechen, dennoch können Studierende auf die Ressourcen der Uni zugreifen. Zum einen lassen sich Sportprogramme über die Sportvereine des Campus‘ organisieren. Außerdem ist ein Sprachkurs in Planung, der gerade für Lehramtsstudierende interessant sein kann. Wichtig ist auch das AStA Referat für Geflüchtete auf dem Campus. Das Referat hat es sich zur Aufgabe gemacht, als zentrale Anlaufstelle für Fragen zum Thema Flüchtlinge auf dem Campus zu fungieren. Damit soll eine solidarische Willkommenskultur geschaffen werden, die auf Vernetzung und Kommunikation baut.

Wer sich über ehrenamtliche Arbeit und Möglichkeiten zur Spende informieren möchte, kann dies auf der Seite der Stadt Kiel. Weitere Informationen zum Referat für Geflüchtete gibt es beim AStA.

 

 

Ein Gedanke zu „Refugees Welcome: Kieler Studenten helfen Flüchtlingen

  1. Dr. Helmut Uhlarz

    Studentinnen und Studenten!
    Seid wieder einmal Vorreiter auf dem Weg zu einer toleranten, humanen Gesellschaft im Lande und auf dem Globus, wie es frühere Generationen von Studierenden waren. Helft, wo Ihr könnt, durch Eure Sprachkenntnisse, durch Handreichungen, durch Euren freien, unvoreingenommenen Blick ins Gesicht der Anderen. Bedenkt, dass durch das Internet eine neue Bewusstseinssphäre entstanden ist („Noosphäre“, die Teilhard der Chardin vorhergesagt hat; Der Mensch im Kosmos). Helft dazu, dass wir alle Worte aus der „Europa-Hymne“ begeistert mitsingen können und wollen: Alle Menschen werden Brüder!

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