Vermiete dein Zuhause – Airbnb zur Kieler Woche

Ein Hoch auf das Teilen: Allein unter Gästen – oder wie ich gemeinsam mit meinen drei Mitbewohnern unsere WG-Zimmer während der Kieler Woche bei „Airbnb“ anbot und wir uns damit nicht nur etwas dazuverdienten, sondern auch eine ziemlich aufregende Zeit verbrachten.

 

Heike, Luis (3), Silvia und Etienne (2) zu Gast in der WG von Ava und Paddy.

Heiko, Luis (3), Silvia und Etienne (2) zu Gast in der WG von Ava und Paddy (links).

Es klingelt dann doch noch an unserer WG-Tür. Obwohl ich bereits seit zwei Stunden auf unsere ersten Gäste warte, zucke ich beim Klingelgeräusch zusammen. „Gemütliche Wohnung – nur ein Steinwurf zur KIWO“: So haben wir unser bescheidenes Heim auf der Airbnb-Plattform präsentiert und einige haben sich dafür auch interessiert. War das vielleicht doch zu hochgepokert? Immerhin sind es von unserer Wohnung zur Hörn etwa eine Viertelstunde Fußweg –  ein ziemlich weiter Steinwurf also.

Angefangen darüber zu reden, dass wir unsere Zimmer zur Kieler Woche auf den Online-Übernachtungsdienst stellen wollen, haben wir schon vor Monaten. Es klang nach einer einfachen Möglichkeit, ein wenig Geld für das WG-Konto zu verdienen. Schnell steigerten wir uns von der Idee der einfachen Zimmervermietung hin zu dem Traum eines eigenes WG-Hotels, indem wir unsere Gäste mit Zimmerservice, Mitternachtssnacks und Animateurqualitäten verwöhnen. Wo wir denn schlafen wollten, wenn unsere ganze Wohnung voll mit Gästen wäre, fragten uns Freunde und Familien. Schnell wurde uns bewusst, ein bisschen Platz für uns brauchen wir auch noch. Zurück auf den Boden der Tatsachen angekommen, entschieden wir uns dafür, nur zwei der vier Zimmer zu vermieten.

Neue Zahnbürsten im Bad. Hallo Gäste-willkommen in Kiel.

Neue Zahnbürsten im Bad. Hallo Gäste-willkommen in Kiel.

Gesagt, getan – dann ist endlich der Moment da, und der erste Gast steht auf der Fußmatte. Ein junges Paar aus Lübeck möchte für zwei Nächte bleiben. Es kommt dienstlich zur Kieler Woche. Keine Partytruppe also. Schade! Stundenlang haben wir vorher die gesamte Wohnung geschrubbt und poliert. Wie ein „echter Hotelbesitzer“ führe ich sie durch die Wohnung: „Hier sind die Schlüssel, Kaffee und Tee steht jederzeit zur Verfügung“, sage ich und verlasse das Haus.

WG-Zimmer wird zur Spielzeugautobahn

Kurz kommt der Gedanke, dass eventuell die Wohnung leergeräumt sein könnte, bevor überhaupt jemand von uns zurück sein könnte. Aber es bleibt alles an seinem Platz. Es läuft sogar noch viel besser, es kommen neue Sachen hinzu.

Unsere neuen Gäste kommen und mit ihnen ein Meer aus Spielzeugautos. Die Brüder Etienne (2) und Luis (3) haben sie mitgebracht und aus meinem Zimmer wird langsam aber sicher eine riesige Spielzeugautobahn. Wir sind uns morgens am Frühstückstisch sicher, dass am morgen mindestens drei Feuerwehrautos mit Alarm durch unsere Küche gefahren sind.

Spätestens an diesem Punkt unser Airbnb-Kieler-Woche sind wir völlig begeistert von diesem Erlebnis. Heiko und Silvia, die aus Nordrhein-Westfalen mit ihren Söhnen Etienne und Luis zur Kieler Woche angereist sind, möchte wir am liebsten gar nicht mehr gehen lassen. Zu schön sind die Gespräche und das morgendliche Feuerwehrgeräusch der beiden Kinder.

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Auch mein Bett diente als größte Spielzeugautobahn der Welt.

Immer verstärkt sich auch unser Eindruck: Als Kiwo-Unterkunft Gastgeber schlagen wir uns gar nicht so schlecht. Die Betten sind frisch bezogen, ehe der nächste Gast kommt. Und: Unsere Wohnung war selten sauberer. Doch leider hat auch die Kieler Woche ein Ende – und nach unserem letzten Check-Out fühlt sich unsere kleinere Wohnung wieder ein bisschen größer an.

 

 

2 Gedanken zu „Vermiete dein Zuhause – Airbnb zur Kieler Woche

  1. Heiko

    Ein toller Bericht, der mich sehr zum lachen animiert hat!
    Wir fanden es auch toll bei Euch, sollten wir nächstes Jahr wieder zur KiWo kommen, werden wir auf alle Fälle erneut bei Euch anfragen!

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  2. Langkieler

    Obacht: Eine Untervemietung an Dritte kann ein Mietvertrags-Kündigungsgrund sein, ggf. sogar fristlos.

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