Semesterferienguide: Vorlesungsfreie Zeit, und nun?

Die Semesterferien der FH’ler sind in vollem Gange und auch die Studenten der CAU sind seit dem 20. Februar urlaubsreif. Die Klausuren des ersten Prüfungszeitraumes sind geschrieben, Hausarbeiten abgegeben, Referate gehalten. Das Leben kann wieder beginnen! Doch was tun mit der neugewonnenen Freiheit?


Sollte die freie Zeit nicht mehr als nur „Netflix and chill“ sein? Rund um und in Kiel gibt es so einiges zu entdecken und zu erleben. Für abenteuerreiche Semesterferien muss es nicht immer gleich eine Asienrundreise sein. Wir stellen Euch sieben Tipps vor, damit Eure Semesterferien in der „Stadt am Meer“ zu einem vollen Erfolg werden!

  1. Ein entspannter Spaziergang von Mönkeberg nach Heikendorf auf dem Fördewanderweg

Langsam kitzeln die ersten Sonnenstrahlen auf unseren Nasen und die dunkle Jahreszeit neigt sich dem Ende zu. Was ist jetzt schöner als ein langer Winterspaziergang? Also heißt es: Mütze auf, Handschuhe an und raus aus der Heizungsluft, um die frische Seeluft der Ostsee zu genießen. Denn wo geht das besser als in unserer Stadt Kiel? Besonders schön und mal eine Abwechslung zur überfüllten Kiellinie ist der Fördewanderweg, der von Neumühlen-Dietrichsdorf bis nach Laboe verläuft. Empfehlenswert ist ein Start in Mönkeberg. Mit dem Bus, der Linie 101, fährt man bis zur Haltestelle Gänsekrug. Nach einem zehnminütigen Weg hat man dann das Ziel, den Mönkeberger Strand, erreicht. Noch schöner, aber leider erst wieder ab dem 30. März möglich, ist eine Anfahrt mit der Fähre. Den Fahrplan für die Fördefährlinie findet ihr hier.

Zu Beginn der Etappe laden das strahlend blaue Meer, der rot-weiße Juliusturm und der kleine, verschlafene Sportboothafen zu einem kurzen Verweilen ein. Doch dann soll es losgehen! Während des Spazierganges sollte man seinen Blick immer wieder über die unterschiedlichsten Landschaften schweifen lassen. Strandabschnitte, kleine Waldstücke und der Blick auf das gegenüberliegende Westufer machen den Wanderweg besonders attraktiv. Bei gemäßigtem Tempo kommt man nach circa einer halben Stunde am Kitzeberger Strand an. Hier lädt das „Kiek ut“ zu einer kurzen Einkehr für ein heißes Getränk zum Aufwärmen ein. Der wunderschöne Blick aufs Wasser spiegelt sich jedoch auch in den Preisen wieder! Nach einer kurzen Pause kann es weiter in Richtung Heikendorf gehen. Diese Station ist nach einer Stunde erreicht. Wer nun genug frische Luft hat, kann hier mit der Buslinie 100 wieder in Richtung Stadt fahren. Ambitionierte Wanderer schaffen es vielleicht noch weiter nach Möltenort oder Laboe. Von dort aus kann man den Tag wunderbar mit einer entspannten Fährüberfahrt oder der Busrückfahrt beenden. Schönes Wetter, Zeit mit Freunden und die frische Luft lassen den Tag am Fördewanderweg zu einem einmaligen Erlebnis in den Semesterferien werden!

  1. Ein bisschen Kultur kann nicht schaden!

Für die Kulturfreudigen unter euch bietet die Landeshauptstadt verschiedene Veranstaltungen, die eure Semesterferien besonders werden lassen. Am 23. Februar um 20 Uhr findet beispielsweise in der Schaubude ein Poetry Slam statt. Einlass ist in der Legienstraße um 19.30 Uhr. Für nur fünf Euro könnt ihr den Dichterwettstreit sehen. Wer das verpasst, hat noch eine Chance auf Poetry Slam am 9. März in der Pumpe Kiel.
Kunstinteressierte sind im Bunker-D auf dem Campus der Fachhochschule Kiel richtig. Hier gibt es jeden Monat interessante Ausstellungen von Malern, Grafikern, Fotografen bis hin zu Bildhauern. Schafft ihr es nicht zur Vernissage, die meist donnerstags stattfindet, ist die Ausstellung mittwochs von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.  Das Programm findet ihr online hier. Der Eintritt ist übrigens kostenfrei!

  1. Für einen günstigen Preis nach Schweden!

So viel Kiel auch zu bieten hat, manchmal ist es einfach an der Zeit einmal herauszukommen. Jedoch sitzt der Geldbeutel von uns Studenten doch nicht so locker und die schon erwähnte Asienrundreise ist für viele einfach nicht möglich. Eine gute Alternative wäre ein Städtetrip. Und wo geht das einfacher als in Kiel? Mit dem Semesterticket kostenfrei zum Schwedenkai und schon kann es losgehen: Mit der Stena Line von Kiel nach Göteborg in einer Nacht. Preislich könnt ihr schon ab 65 Euro auf Minikreuzfahrt gehen. Göteborg lockt als zweitgrößte Stadt Schwedens mit vielen Möglichkeiten, einen unglaublichen Tag zu verbringen. Geht in den schönen Einkaufsstraßen shoppen, macht Sightseeing oder besucht Museen. Also worauf wartet ihr noch? Packt eure Kommilitonen ein und los geht der Städtetrip.

  1. Lernt Kiel von einer anderen Seite kennen!

Als zugezogener Kieler schafft man es meist nicht alles in seiner zweiten Heimat zu entdecken. Hat der Unistress einmal begonnen, bleibt es dann meist bei den gewöhnlichen Treffpunkten mit Kommilitonen. Und selbst der gebürtige Kieler hat noch nicht jede Ecke in seiner Heimatstadt gesehen. Und wie sieht es erst mit der Geschichte Kiels aus?

Die Semesterferien bieten sich an, um diese Wissenslücken zu schließen. Beispielsweise mit einem Stadtrundgang. Oder man schnappt sich ein paar Freunde, um Kiel auf eigene Faust kennenzulernen. Interessant für die Entdeckungstour wären zum Beispiel eine Paternosterfahrt zum Rathausturm, der Landtag oder die Dänische Straße. Um Kiel neu zu betrachten, sollte man einmal aus seinem Stadtteil herauskommen. Schließlich hat Kiel mit 30 Stadtteilen um einiges mehr zu bieten, als nur die Kieler Innenstadt. Tauscht also für einen Tag mal Westufer gegen Ostufer und schaut, was euch erwartet! Es wird bestimmt überraschend.
Für Shoppingqueens und -kings ist unsere Nachbarstadt Schwentinental mit deren Ostseepark interessant. Die vielen Einkaufsmöglichkeiten lassen das ein oder andere Herz höher schlagen.
Doch auch der Campus von anderen Kieler Hochschulen könnte für euch interessant sein. Die FH Kiel lockt mit dem kostenfreien Audioguide, der über den Campus führt und auch die Mensa mit Meerblick lassen einen CAU-Studenten kurz neidisch werden. Aber auch die CAU hat einiges zu bieten. Neben dem botanischen Garten, sollte man sich auch in der Uni-Bibliothek auskennen. Die Lernplätze bieten eine gute Abwechslung zum heimischen Schreibtisch. Seid ihr schon einmal in der Ecke, könnt ihr auch im Sportzentrum ein Blick auf das Hochschulsportangebot werfen. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Habt ihr immer noch nicht genug, kann man im Stadtführer „Endlich Kiel“ von Sarah Nadine Habeck, Jacqueline Melzer, Anne Reddehase und Imke Schröder noch mehr Infos nachlesen.

  1. Hallo Heimat!

Neben Ausflügen, Reisen und Veranstaltungen sollte man nicht den Besuch in der Heimat vergessen. Denn wie Johannes Oerding singt: „Oh Heimat, schön wie du mich anlachst. Du bist immer da, wenn ich keinen zum Reden hab“, ist die Heimat dann doch der Hafen, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Außerdem ist die Familie glücklich und einen erwartet das volle Verwöhnungsprogramm. Was ist schöner, als mittags statt eines Fertiggerichts das Leibgericht auf dem Tisch stehen zu sehen? Mit dem Flixbus, der Bahn oder Mitfahrgelegenheiten ist jedes Ziel schnell erreicht, sodass der Zeit mit der Familie nichts mehr entgegen steht.

  1. Im Lernstress auch einmal Auszeiten einbauen!

Wer trotz vorlesungsfreier Zeit für die zweite Prüfungsphase pauken muss oder in den letzten Zügen für die Recherche der Hausarbeit steht, sollte dennoch Entspannungsphasen einbauen. Nach der Arbeit in der Bibliothek auf dem FH-Campus bietet es sich an für eine Auszeit in das Café Pennekamp zu gehen. Die helle und freundliche Atmosphäre im 2016 neu eröffneten Bistro lassen den Lernstress für einige Zeit vergessen. Während der Hunger mit leckeren und leichten Speisen wie Sandwiches, Salaten oder der Spezialität Holzofenbrot gestillt werden kann, wird der Koffeinbedarf durch die Kaffeespezialitäten gedeckt!

  1. Die Pflicht ruft!

Immer mehr Unternehmen fordern Berufserfahrung in ihren Stellenbeschreibungen – ziemlich schwer, wo man doch Vollzeitstudent ist, jobbt und auch noch ein bisschen Freizeit haben will. Die Semesterferien eignen sich also perfekt, um einen Einblick in den späteren Berufsalltag zu bekommen. Rechtzeitiges Bewerben ist hier das A und O. Viele Betriebe fordern schon ein Jahr vor dem eigentlichen Praktikumsbeginn eine Bewerbung. Auch wenn es für diese Semesterferien für eine Bewerbung zu spät ist, sollte man sich nun auf die Suche nach geeigneten Stellen für die nächste vorlesungsfreie Zeit machen.
Falls noch kein passender Nebenjob gefunden ist, steht neben der Praktikumssuche nun also auch die Recherche dafür an. Wichtig ist es, Zeit für eine stellengerechte Bewerbung einzuplanen.
Falls Praktika und Nebentätigkeit noch nicht reichen, kann man sich auch nach Ehrenämtern in Kiel umsehen. Beim Nettekieler-Ehrenamtsbüro könnte etwas für euch dabei sein! Geht doch mal auf die Homepage.

Also: Nutzt eure Zeit, aber übertreibt es nicht. Ein voller Kalender mit getakteten Verabredungen, vollgestopften Lernplänen und ein 24/7 Sport- und Ernährungsprogramm sollten nicht die Semesterferien bestimmen. Nehmt euch Zeit für euch. Und es ist auch mal erlaubt, ganz entspannt Greys Anatomy zu schauen, ohne dass einen das schlechte Gewissen quält. Genießt eure Semesterferien!

2 Gedanken zu „Semesterferienguide: Vorlesungsfreie Zeit, und nun?

  1. Sophie

    Hey,
    grade auf euren Artikel gestoßen! Super Tipps und vor allem der Schweden Besuch ist echt zu empfehlen.. Habe das letzte Semesterferien mit ein paar Freunden gemacht und es war echt sehenswert 🙂
    Liebe Grüße

    Antworten

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