Mit dem Pädagogischen Austauschdienst in die weite Welt

CAU-Absolventin Annika Rodemann arbeitet derzeit als Fremdsprachassistentin in Kanada.

Ob für wertvolle Erfahrungen, für Abenteuer oder einfach für einen Tapetenwechsel: Viele Studenten spielen mit dem Gedanken, ein Semester im Ausland zu verbringen. Doch es muss nicht unbedingt ein Auslandssemester sein, um diese Wünsche zu verwirklichen. Wer eine Fremdsprache studiert, hat die Möglichkeit als Fremdsprachenassistenzkraft (FSA) während des Studium oder danach in einem von bisher 13 verschiedenen Ländern zu arbeiten. Besonders für angehende Lehrer ist dies lukrativ, da gleichzeitig Praxiserfahrungen gesammelt werden können. Wie das Programm genau aussieht, erfahrt ihr hier.

Das FSA-Programm wird vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz organisiert und umfasst aktuell 13 Länder auf der ganzen Welt. Es richtet sich insbesondere an Studenten, die die Sprache des Ziellandes studieren. Dazu gehören Englisch (Irland, USA, Australien, Kanada, Neuseeland, Vereinigtes Königreich), Französisch (Belgien, Frankreich, Kanada, Schweiz), Spanisch (Mexiko, Spanien), aber auch Italien und China sind im Programm vertreten.

Die Hauptaufgabe einer FSA ist es, den Schülern im Zielland die deutsche Sprache näher zubringen. Dadurch erhalten die Teilnehmer des Programms nicht nur Einblicke in das jeweilige Bildungswesen und in die Landeskultur, sondern trainieren zudem die eigenen methodisch-didaktischen Fähigkeiten. Zudem stellt der sechs- bis elfmonatige Austausch eine wertvolle Möglichkeit dar, seine eigenen Fremdsprachkompetenzen zu verbessern. Zudem bekommen FSAs eine finanzielle Unterstützung, um die Lebenshaltungskosten im Ausland zu decken. Für die USA, Mexiko und China werden sogar die Reisekosten übernommen.

Annika Rodemann zog es nach Kanada

CAU-Absolventin Annika Rodemann ist derzeit als FSA an der Carleton University in Ottawa, Kanada tätig. Nachdem die 25-jährige ihr Deutsch- und Englisch-Studium im vergangenen Jahr abgeschlossen hat, zog es sie in die weite Welt hinaus. Für den Collegeblog berichtet sie von ihren bisherigen Erlebnissen: „Als Assistentin hatte ich immer die Hälfte der Unterrichtszeit, um vor allem kulturelle Themen passend zur Einheit zu thematisieren.“ Außerhalb des Unterrichts organisierte sie für die Studenten mehrmals im Monat Events rund um das Thema Deutschland. So feierten sie beispielsweise zusammen Karneval, Oktoberfest und Weihnachten. Hier ist die eigene Kreativität gefragt, denn die meisten außerkurrikularen Aktivitäten werden von der FSA ohne Einfluss der Uni und auf freiwilliger Basis organisiert.

Neben all der Arbeit in Kanada konnte Annika aber natürlich auch ihre Freizeit gestalten und das Land besser kennenlernen. In den Weihnachtsferien und dem Mid-Term-Breaks besuchte sie die anderen kanadischen Großstädte wie Montreal und Quebec City, zudem plant sie für das Ende ihres Aufenthaltes im Kanada einen Road Trip durch das ganze Land. Hierzu rät Annika jedoch: „Es gibt manchmal gute Angebote für Flüge und Busse, aber man sollte schon möglichst Geld gespart haben, um sich das Reisen auch leisten zu können, da die Distanzen in Kanada sehr groß sind.“

Vorbereitung ist alles

Für die Vorbereitung auf den pädagogischen Austauschdienst rät sie, sich vorher schon genau bewusst zu machen, welche Aufgaben man als FSA übernehmen kann, um damit im Vorstellungsgespräch, das immer im Januar stattfindet, glänzen zu können.

Zudem hat sie sich auch nach der Zusage für den PAD und vor Antritt der Abreise auf den Unterricht vorbereitet: „Ich habe Speisekarten, Supermarktwerbung und andere deutsche Flyer gesammelt, die für den Unterricht nützlich sein könnten. Mit diesen Materialien haben wir dann in Ottawa tatsächlich gearbeitet.“

Wunderbares Jahr in Ottawa

Und hat sich die Zeit in Kanada für Annika gelohnt? Sie resümiert: „Ich hatte ein wunderbares Jahr hier in Ottawa und ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Das Jahr als PAD hat mir noch einmal bestätigt, dass ich gerne im Bereich Deutsch als Fremdsprache an einer Universität arbeiten möchte. Ich habe viel über mich und die deutsche Kultur gelernt und konnte die kanadische Kultur kennenlernen. Die Kanadier sind wirklich so nett, wie man immer sagt, besonders in Nova Scotia!“

Falls auch ihr einen Pädagogischen Austauschdienst antreten wollt, könnt ihr alle wichtigen Details zum Programm auf der Website und in der offiziellen Infobroschüre finden. Die genauen Informationen zum Austauschjahr 18/19 werden voraussichtlich im Sommer zur Verfügung gestellt.

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