Foto: Katrin Burmeister

Sie kenne ich doch…

Ein Tag wie jeder andere. 10 Uhr bis 18 Uhr Uni. Das heißt: keine Zeit für ein ausführliches und stärkendes Mittagessen sondern maximal genug Freizeit zwischen den Vorlesungen, um sich fix einen Kaffee und einen Snack zu holen. In der Leibnitzstraße bedeutet das, schnell in die Cafeteria in Mensa II zu huschen, um wenigstens eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen. Dort sehe ich stets das gleiche freundliche Gesicht, dass mir meine Pausen versüßt.

Ute Frank arbeitet seit 27 Jahren für das Studentenwerk S-H. Sie war schon oben in der Mensa II und in der Mensa I.

„Bevor auf elektrische Karten umgestellt wurde, habe ich oben im Glaskasten in der Mensa I die Essensmarken verkauft – das hat immer viel Spaß gemacht“, sagt die Dame mit dem strahlenden Lächeln.

Ein normaler Cafeteria-Alltag beginnt für die Mitarbeiter um 8 Uhr mit den Vorbereitungen und der Zubereitung der Snacks und endet um 16:15 Uhr. In der Cafeteria hat Ute Frank rund acht andere Kollegen. Alles wird frisch am Morgen zubereitet. Ab 10 Uhr sitzt Frau Frank als Einzelkämpferin an der Kasse und kassiert einen Studierenden nach dem anderen ab, darunter auch sehr viele Stammgäste. Kaffee und Snacks sind dabei die Dauerbrenner.

Trend geht in Richtung Superfood

„Den Kaffee gibt es oben in der Mensa halt nicht, da kommen die Studierenden eben hierher – und zum Kaffee gibt es passend einen Kuchen.“

Auch der täglich wechselnde Mittagstisch läuft immer gut und kommt bei den Studierenden an. Obwohl sich der Trend in den letzten Jahren in Richtung Superfood und vegane Alternativen bewegt, laufen die Snacks aus der Fritteuse in der Cafeteria super.

„Wenn es oben mal nicht so schmeckt, gibt es bei uns Currywurst mit Pommes, das geht doch immer, das schmeckt jedem. Vegane Wurst haben wir aber auch.“

Offen auf alle zugehen und den Kontakt suchen

Die Studierenden sind übrigens tolle Kunden, sagt Ute Frank. Sie hat immer etwas zu lachen und irgendwas passiert auch immer. Ihr Geheimnis für ein nettes Miteinander: Sie geht offen auf alle Studierenden zu, auch auf die, die mal etwas traurig drein gucken oder deprimiert wirken. Sie sucht stets den direkten Kontakt. Jeder bekommt einen netten Spruch, einen kleinen Witz und ein Lächeln von Ute Frank geschenkt.

„Bei den Studierenden hängt viel davon ab, wie man selbst drauf ist. Man muss sich den jungen Menschen nur anpassen, dann läuft das auch.“

Ute Frank ist eine richtige Vollblut Cafeteria-Mitarbeiterin, denn auf die Frage, ob sie bei dem ganzen Kuchen und den Snacks nach Feierabend überhaupt noch an Essen denken könne, antwortet sie mit einem breiten Grinsen: „Ich könnt‘ ja immer essen!“

 

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Katrin Burmeister

Über Katrin Burmeister

Katrin Burmeister (25), studiert Geschichte und Philosophie an der CAU. Sie lebt seit fünf Jahren zusammen mit ihrem Freund in Kiel, kommt ursprünglich aus Bordesholm und arbeitet nebenberuflich bei H&M. „Ich bin eine ambitionierte Hobbyköchin, und wären die Arbeitszeiten des Kochs nicht so exorbitant nervig, wäre ich ganz sicher schon im Beruf gelandet.“ Im KN-CollegeBLOG will sie Mensaessen günstig, aber lecker nachkochen und die Rezepte dazu liefern.

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