Zahnpflege für Studierende

Das Lächeln ist der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen – So heißt es ja bekanntlich. Und dennoch vernachlässigen viele die Zahnpflege in ihrem Alltagsstress. Das Zähneputzen wird entweder durch eine schnelle Mundspülung oder zuckerfreien Kaugummis ersetzt. Die Folgen davon sind viele teure Behandlungen beim Zahnarzt. Doch muss ein schönes Lächeln auch immer mit hohen Kosten und hohem Aufwand verbunden sein?  In einem Interview mit dem College-Blog der KN berichtet der 26-jährige Zahnarzt, Zen Hedar, wie eine ideale Zahnpflege aussieht und wie Studierende bei dieser am besten sparen können.

 

Du bist dieses Jahr Zahnarzt geworden. Hat man durch das Studium schon eine Vorstellung davon, wie das spätere Berufsleben aussehen wird?

Definitiv nicht. Es ist, wie so viele Sachen im Leben, in Theorie und Praxis eingeteilt. Wenn man den Führerschein schafft, ist man nicht gleichzeitig ein guter Fahrer. Man lernt erst aus den Erfahrungen. Das Studium der Zahnmedizin ist knallhart, verdammt teuer und man weiß in den ersten Semestern eigentlich gar nicht, was der spätere Beruf mit sich bringt. Ich habe jedoch ab dem vierten Semester durchgehend in Zahnarztpraxen gearbeitet und konnte daher schon frühzeitig sehen, wie später alles abläuft.

Aber ist euer Studium nicht sehr praktisch angelegt?

Auf jeden Fall. Man studiert ja quasi Zahnmedizin und macht parallel eine Ausbildung zum Zahntechniker. Das Studium geht elf Semester und ab dem siebten Semester arbeitet man dann bis zum Schluss an seinen eigenen Patienten. Aber dennoch hat das nichts mit dem Alltag eines niedergelassenen Zahnarztes zu tun. Zum einen arbeiten wir natürlich nicht so schnell wie ein Zahnarzt mit langjähriger Erfahrung. Zum anderen haben wir auch keine Erfahrungen in Themengebieten wie beispielsweise Praxisführung. Daher sollte jeder frühzeitig in einer Praxis arbeiten, während des Studiums.

Wie hat sich das Zahnmedizinstudium auf deinen Alltag ausgewirkt?

Ich glaube, dass man sehr sensibilisiert wird. Bei mir ist es zumindest so. Ich trinke zum Beispiel kaum gesüßte Getränke und esse keine Süßigkeiten mehr. Ich putze mir viel gründlicher die Zähne und auch die Zahnseide kommt bei mir täglich zum Einsatz. Zudem habe ich mir bereits im ersten Semester eine elektrische Zahnbürste gekauft.

Wie sieht eine ideale Zahnpflege aus?

Man muss sich mindestens zwei Mal am Tag gründlich die Zähne putzen. Am besten geht man zum Zahnarzt und lässt sich das ganz in Ruhe zeigen. Des Weiteren sollte man einmal die Woche Fluoridgel benutzen. Aber das auch nur, wenn man zu wenig Fluoride mit seiner Ernährung zu sich nimmt. Die tägliche Verwendung von Zahnseide und ein zweimaliger Zahnarztbesuch im Jahr zur Kontrolle sind ein Muss. Wer dann auch noch ein bis zwei Mal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung geht, macht alles richtig. Wer das alles macht, wird mit 70 noch schön lächeln können. Zudem ist das auch wirklich kein Aufwand. Jeder sollte ca. zehn Minuten am Tag für die eigene Zahnpflege investieren.

Du weißt ja selbst, dass man in der Regel als Student über kein hohes Einkommen verfügt. Hast du einige Tipps, wie man dennoch nicht auf eine gute Zahnpflege verzichten muss? Wann ist beispielsweise eine professionelle Zahnreinigung notwendig? Wie wichtig ist eine Zahnzusatzversicherung?

Man sollte sich auf jeden Fall eine elektrische Zahnbürste anschaffen. Es muss auch nicht die teuerste sein. Es gibt mittlerweile in jedem Drogeriemarkt welche für 20,00€. Das richtige Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste ist viel einfacher. Das wäre die einzig teure Investition. Des Weiteren sollte man unbedingt täglich Zahnseide benutzen. Und diese auf jeden Fall VOR dem Zähneputzen verwenden. Denn die Fluoride aus der Zahnpasta können erst dann in die Zahnzwischenräume, wenn diese vorher mit der Zahnseide gereinigt wurden. Das machen sehr viele falsch. Was viele auch falsch machen, ist, dass sie sich den Mund nach dem Zähneputzen ausspülen. So werden ja die wichtigen Fluoride, die wir mit der Zahnpasta aufnehmen, wieder ausgespült. Im Prinzip sollte man also nach dem Zähneputzen die Zahnpasta nur ausspucken und den Mund nicht zusätzlich ausspülen. Das ist morgens, wenn man den Tag beginnt, vielleicht etwas eklig, aber am Abend vor dem Schlafen empfehle ich es sehr. Des Weiteren sollte man unbedingt zwei Mal im Jahr zur Kontrolle zum Zahnarzt. Das kostet erstens nichts und zweitens hat der Zahnarzt dann immer alles im Blick und kann frühzeitig non-invasiv oder mikroinvasiv eingreifen! Sprich gar nicht oder nur minimal bohren. Zahnzusatzversicherungen lohnen sich ebenso und beginnen ab 5 Euro. Hierbei sollte man sich jedoch fragen, welche Leistungen die Zusatzversicherung übernimmt. Für Studierende, also etwas jüngere Patienten, sollten zahnerhaltende Maßnahmen und professionelle Zahnreinigungen unbedingt enthalten sein.

 

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Über madinamuhammad

Madina Muhammad studiert im letzten Mastersemester Deutsch und Philosophie auf Gymnasiallehramt an der CAU. Neben dem Studium ist sie als DaZ-Lehrkraft bei der inab - Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH tätig. Die 24-jährige Deutsch-Afghanin legt großen Wert auf die Integration und Sprachförderung von geflüchteten Jugendlichen, die sie in ihrer Freizeit ehrenamtlich unterrichtet und betreut.

Ein Gedanke zu „Zahnpflege für Studierende

  1. Zahnärzte am Lister Platz Hannover

    Zwischen Studieren, seinen Freunden und der Selbstfindung bleibt beim Studieren nicht immer die Zeit oder Lust, den Zahnarzt aufzusuchen. Danken an dne Autor, der hier mal etwas beleuchtet, welche möglichkeiten man als Student hat. Ich selbst habe whärend meines Studiums die Mundhygiene etwas vernachlässigt- Dabei hätte das garnicht sein müssen.

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