Archiv des Autors: Maline Kotetzki

Maline Kotetzki

Über Maline Kotetzki

Maline (25) studiert Deutsch und Politikwissenschaft an der CAU Kiel. Sie interessiert sich für Fotografie, Musik sowie Mode und ist Mitherausgebern eines Literaturmagazins. Die Kielerin schreibt Texte, die sie regelmäßig auf Poetry Slams und Lesungen vorträgt.

Drüberlesen: Leo Benedictus „Consent“

„This Book is an experiment“ steht im Klappentext. Und was für eines, das erfahren wir auf den ersten Seiten. Der Ich-Erzähler stellt die Frage, wie weit wir ihn als Leser*innen begleiten. Wann geben wir ihm nicht mehr die Zustimmung für seine Handlungen? Denn der Erzähler ist ein Stalker. Er beobachtet Menschen, mit Vorliebe Frauen und hat in seiner Kartei knapp 90 Fälle gesammelt. Viel mehr als dass er ein männlicher Millionär ist, wissen wir nicht über ihn. Seine Taten schreibt er bis ins Detail auf und lässt uns so an ihnen teilhaben. So wird der Stalker zum Autor. Die Leser*innen erfahren nicht nur etwas über seine Aufzeichnungen, sondern rücken auch in der Rolle der Opfer, oder wie der Erzähler es ausdrücken würde, Untersuchungsobjekte.

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Rausgehen: Streiken bei Fridays for Future

Kiel demonstriert am 15. März für das Klima

So gut wie jeder kennt das Gesicht der Fridays For Future-Bewegung: Greta Thunberg, eine sechzehnjährige Schülerin aus Schweden. Sie spricht über das, was viele Erwachsene und gerade Politiker oft nur ungern diskutieren: den Klimawandel. Die Schüler und Schülerinnen, die bei Fridays For Future auf die Straße gehen, sehen sich als letzte Generation, die den ökologischen Kollaps noch aufhalten kann, der unter anderem der Politik der letzten Jahrzehnte geschuldet sei, die sich zu stark den Interessen der Wirtschaft beuge. Durch die Streiks soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt werden sowie Politiker und Politikerinnen kritisiert werden. Einige der Streikenden schwänzen dafür den Unterricht, ein Umstand, der eine Debatte über die Schulpflicht angestoßen hat.

Mittlerweile werden die Schüler und Schülerinnen von Erwachsenen unterstützt – und von Studierenden. Analog zu Greta hat der auch der deutsche Protest eine Gallionsfigur. Luisa Neubauer studiert in Göttingen Geografie. Sie ist eine der Personen, die den Schülerstreik in Deutschland organisiert. Die Vernetzung läuft unter anderem über WhatsApp-Gruppen, um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Städten zu gewährleisten.

Auch Kiel reiht sich mit einer Demonstration in die Bewegung ein. Am Freitag, den 15. März findet ein Streik fürs Klima statt. Los geht’s um 9.15 Uhr auf dem Rathausplatz, von dort aus bewegen sich die Demonstrierenden zum Landtag. Unter anderem soll für die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens demonstriert werden.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Raum für Kreativität

Der Schnipsel veranstaltet „Ein eigenes Zimmer“

„A woman must have money and a room for her own if she is to write fiction.“ Diese Aussage der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf hat bis heute nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Wer unabhängig schreiben will, braucht Geld und einen Raum, um sich diese Freiheit überhaupt erst schaffen zu können. Im Rahmen des Weltfrauentags am 8. März und der feminists strike back-Demo hat sich das Kieler Literaturmagazin Der Schnipsel eine besondere Aktion einfallen lassen: „Ein eigenes Zimmer“. Zwei Tage wird Frauen ein Ort zur Verfügung gestellt, an dem sie ihre Kreativität frei ausleben, sich austauschen und inspirieren lassen können.

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Die Nacht durchtanzen beim Uniball

Einmal im Jahr sieht man Studierende, die den Campus nachts in Anzügen oder in langen Kleidern auf ihren Fahrrädern verlassen. Sie kommen vom Uniball, einer Veranstaltung, die es schon seit 32 Jahren gibt. Nicht nur die Studierenden und die anderen Besucher putzen sich heraus, auch die Mensa wird von einer geschäftigen Essensausgabe zu einem eleganten Ballsaal, in dem die Nacht durchgetanzt wird. Aber bevor so eine Nacht überhaupt zustande kommt und die Gäste einen besonderen Abend verbringen können, muss unglaublich viel organisiert werden. Mit Daniela Kneiding, Hauptorganisatorin des Balles und Boris Pawlowski, dem Pressesprecher der CAU, habe ich über die Organisation, die Besonderheiten des Balles und warum man ihn in seinem Studentenleben mindestens einmal besucht haben sollte, geredet.

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Ja, wir wollen: Hochzeiten mit Studentenbudget

Auch in meinem Freundeskreis geht es langsam los: Die Hochzeitsglocken läuten, Verlobungen werden verkündet und bei vielen Langzeitpaaren wartet man darauf, dass sie bald mit einem Ring am Finger um die Ecke kommen. Hochzeiten boomen; auf Instagram und Pinterest kommt man kaum an den neuesten Trends vorbei. Nur wie das Ganze bezahlen, wenn oft beide zukünftigen Eheleute noch im Studium sind, aber mit dem Eheversprechen trotzdem nicht mehr warten wollen? In meinem Artikel stelle ich euch Tipps für Hochzeiten mit studentischem Budget vor und erzähle, an welcher Stelle man sparen sollte – und wo auf keinen Fall. Nebenbei erfahrt ihr, wie ihr eure Hochzeit nachhaltig und regional gestalten könnt.

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Wie wird man eigentlich… Doktorand?

Manche haben bereits zu Beginn ihres Studiums dieses Ziel im Auge, bei anderen entwickelt es sich erst im Laufe der Zeit: einen Doktor in dem Fach ablegen, das einen begeistert. Aber auch wenn der Wunsch besteht, hat man den Weg dorthin nicht immer in der Hand. Viele Faktoren müssen zusammenspielen, um eine Promotion antreten zu können. Dazu gehören neben dem passenden Thema die Finanzierung ebenso wie die Fähigkeit, sich immer wieder selbst zu motivieren und auch einmal ‚Durststrecken’ auszuhalten. Der Collegeblog hat für Euch mit jemandem geredet, der ein Lied von diesem Weg singen kann: Toke Hoffmeister, der momentan an seiner Doktorarbeit in Deutsch sitzt. Der 26-jährige, der Deutsch und Philosophie auf Lehramt studiert hat, hat uns alle Fragen beantwortet, die uns zum Thema Promotion eingefallen sind.

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Wie wird man eigentlich… Sportstudent?

Manche Studiengänge erfordern nur ein paar Klicks im Internet für die Bewerbung. Wenn der NC passt, ist die Einschreibung so gut wie sicher. Für andere benötigt man jedoch eine gewisse Vorbereitung, denn vor der Annahme an der Uni stehen Eignungstests an. Zu diesen Studiengängen gehört auch Sport. So gut wie jeder hat sicher schon einmal im Sportforum an der Uni gesessen und den Anwärtern auf dieses Studium bei der schweißtreibenden Prüfung zugesehen, während man selbst einen Muffin aus der Campus Suite verschlungen hat. Aber wie sehen solche Prüfungen genau aus? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden? Und vor allem: Was treibt einen überhaupt dazu, Sport zu studieren? Diese und andere Fragen hat der Collegeblog mit Jana Seuthe (25) geklärt, die in Köln und Paderborn ihren Bachelor und Master absolviert hat.

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Mehr Literatur für Kiel

Das Studium ist die beste Zeit, um sich auszuprobieren und neue Hobbys zu entdecken. Das dachten sich auch vier Kieler Studierenden und gründeten kurzerhand den Schnipsel. Aus dem ehemaligen „Literaturmagazin von Nobodies“, wie der Titel der ersten Ausgabe lautete, ist mittlerweile eine feste Anlaufstelle für alle geworden, die ein Ventil für ihre Kreativität suchen. Seit sechs Jahren erscheint der Schnipsel alle vier bis sechs Monate, immer gefüllt mit allerlei Literatur. Aus dem Redaktionsquartett sind mittlerweile 10 Menschen geworden, die nicht nur Texte für den Schnipsel auswählen, lektorieren und layouten, sondern auch in Kooperation mit Kieler Kulturorten Lesungen veranstalten, um das kostenlos ausliegende Magazin zu finanzieren. Grund genug also, es im Collegeblog einmal vorzustellen. Deshalb könnt ihr diesmal einen Gastbeitrag mit dem Titel „Die Dinge beim Namen nennen“ von Katharina Noß lesen, die Mitherausgeberin des Schnipsels ist. Katharina studiert seit langem an der CAU und ist gerade im Kampf mit ihrer Masterarbeit. Beim Schnipsel ist sie seit dem denkwürdigen Sommer von 2015, weil sie Kultur brauchte und der Schnipsel ihr schon immer reizvoll erschien, außerdem kannte sie schon Gründungsmitglied Zara. Literatur ist für sie „was ganz großes Unheimliches und was unheimlich Schönes“.

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Viel mehr als nur Partys

Seit rund sechs Jahren ist der MUDDI Markt fester Bestandteil der Kieler Woche. Vor allem bei Studierenden ist er ein beliebter Treffpunkt. Aber bei MUDDI kann man mehr als nur Party machen. Mit dem neuen Standort am Lorentzendamm eröffnen sich viele weitere Möglichkeiten. Der Verein nutzt die Kieler Woche, um ein breites Publikum mit seiner Vorstellung von Nachhaltigkeit zu überzeugen. Das geht von fairtrade Essen, dem Sparen von Plastik bis hin zu Workshops, in denen die Besucher selbst lernen können, nachhaltiger zu leben. Studentin Insa Schüßler (23), die sowohl Mitglied im PR-Team als auch im Vorstand des MUDDI Markts ist, hat dem CollegeBlog mehr über diese besondere Philosophie erzählt.

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Sind 2,50 Euro die Welt?

Mitte April verkündete der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der CAU Kiel eine Erhöhung des Semesterbeitrages an die Studierendenschaft. Pro Semester sollen künftig statt 10 Euro 12,50 Euro pro Kopf bezahlt werden. Zunächst solle diese Regelung für zwei Semester gelten. Das Konzept wurde in einem speziell einberufenen Finanzausschuss des Studierendenparlaments (StuPa) einstimmig verabschiedet. Aber was genau wird von dem Beitrag überhaupt finanziert? Und wie ist es zu dem neuen Beschluss gekommen? Über diese und andere Fragen habe ich mich mit Julian Schüngel (AStA-Vorstand), Mike Brach (Vorsitzender RCDS Kiel) sowie Carolin Kaubke (Vorsitzende Campus Grüne) ausgetauscht.

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