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Absolventen der CAU

Ehemaliger Jurastudent Civan Arik, erzählt im Interview über Schwierigkeiten, die ihm während des Studiums und des Referendariats begegneten.

Keine Klausuren und Hausarbeiten mehr – das ist der Wunsch (fast) aller Studierenden. Alle streben nach einem erfolgreichen Abschluss. Was für viele danach folgt: Bewerbungen schreiben und eine passende Arbeitsstelle suchen. Doch inwiefern unterscheidet sich das Arbeitsleben vom Studium? In einem Interview mit dem Collegeblog der KN erzählt der ehemalige Jurastudent, Civan Arik, welche Schwierigkeiten ihm während des Studiums und Referendariats begegnet sind.

Collegeblog: Du hast 2017 das Jurastudium beendet. Mit welchen Schwierigkeiten bist du während des Studiums konfrontiert worden?

Civan Arik: Da das Jurastudium mit dem ersten Staatsexamen abgeschlossen wird, unterscheidet es sich sehr von den Bachelor- und Masterstudiengängen. In Kiel gelten die ersten vier Jura-Semester als Aufbaustudium.

In diesem Zeitraum muss man sechs von zehn Klausuren bestehen, um für das Schwerpunktstudium zugelassen zu werden. Dabei läuft man Gefahr, nach sechs bestandenen Klausuren die anderen vier Fächer zu vernachlässigen. Frei nach dem Motto: „Puh, ich bin durch. Muss nicht mehr für Klausuren lernen.“

„Sechs Tage die Woche, acht Stunden am Tag büffeln.“

Nach dem Schwerpunktstudium kommt die Vorbereitung auf das Staatsexamen. Erst ab diesem Zeitpunkt fängt das richtige Jurastudium an. Das heißt: striktes, konzentriertes und diszipliniertes Arbeiten. Ergo: sechs Tage die Woche, acht Stunden am Tag büffeln.

In den ersten 6 Semestern gechillt, gefeiert und einfach die Freizeit genossen. Genau das ist die Gefahr, die den meisten Studenten zum Verhängnis wird. Erst ab der Examensvorbereitung verstehen die meisten Studenten Jura.

Collegeblog: Auch im Jurastudium sind einige Pflichtpraktika vorgeschrieben. Haben diese dich gut auf das Referendariat vorbereitet?

Civan Arik: So ziemlich gar nicht. Zum einen habe ich zwei der drei Pflichtpraktika in den Semesterferien des ersten Studienjahrs absolviert – als ich noch keine juristischen Vorkenntnisse hatte.

Zum anderen jedoch ist man bei den Pflichtpraktika an den Ausbilder gebunden. Man sitzt entweder in Verhandlungen oder neben dem Rechtsanwalt und schaut zu, wie er die Fälle bearbeitet. Ab und zu bekommt man kleine Aufgaben, die man erledigen soll.

„Ich bin der Meinung, dass die Praktika während des Studiums nicht sinnvoll sind.“

Im Gegensatz dazu arbeitet man während des Referendariats eigenständig. Man bekommt Fälle, die man eigenständig löst und zusätzlich Urteil- und Anklageschriften anfertigt. Ich bin der Meinung, dass die Praktika während des Studiums nicht sinnvoll sind. Aber das Justizprüfungsamt sieht es ja anders.

Collegeblog: Welche Tipps kannst du allen Jurastudenten geben?

Civan Arik: Fangt immer möglichst früh mit dem Lernen an. Versucht nicht – wie viele Jurastudenten – immer nur für Prüfungen zu lernen, sondern das Gelernte wirklich zu verstehen.
Ich habe das Repetitorium besucht, das mir während meiner Examensvorbereitung sehr geholfen hat.

„Wichtigster Tipp: Erstes Staatsexamen vor dem Schwerpunkt schreiben“

Und mein wichtigster Tipp: Versucht immer das erste Staatsexamen vor dem Schwerpunkt zu schreiben, da man mit der Wahl des richtigen Schwerpunkts, der die meisten Punkte bringt, seine Examensnote besser beeinflussen kann.

Das Wissen aus der Zwischenprüfung ist die Grundlage für den examensrelevanten Stoff. Wenn man daher nach der Zwischenprüfung direkt in die Examensvorbereitung geht, ist das Erlernte präsenter.

Reinhören: Podcasts für Studenten

Nach drüberlesen und rausgehen folgt nun in der Tipp-Reihe des KN-Collegeblogs: reinhören.

Das Format des Podcast bietet uns eine meist kostenlose und bequeme Art verschiedene Nachrichten, Hörspiele, Talkshows oder Ratgeber zu hören. Eine Weiterentwicklung der Radiosendungen, die zu jeder Zeit abrufbar ist und zum Download bereit steht. Für uns Studenten ein richtiger Luxus. Aber finden wir auch Podcasts zum Thema Studium?

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Liebe auf Distanz – So klappt die Fernbeziehung

Eine Fernbeziehung? Das geht ja gar nicht. Völlig sinnlos und viel zu viel Drama. So oder so ähnlich reagieren wohl die meisten, wenn man sie nach ihrer Meinung zur Liebe auf Distanz fragt. Bevor ich mich mit Lina und Katharina unterhalten habe, hatte ich ein ähnlich negatives Bild von Fernbeziehungen. Doch die beiden haben mir schnell gezeigt, wie die Liebe auf Distanz gut funktionieren kann. Weiterlesen

Studienstress bewältigen: „Welcome Klausurenphase“

Morgens an der Tür, Schal, dicke Jacke und Winterschuhe sind angezogen. Mit Taschenlampe auf dem Weg zur Uni treffen wir wagemutige Fahrradfahrer, die sich dem Wetter nicht beugen und die Straßen entlangrutschen. Von Seminar zu Seminar schleppen wir uns durch den Tag. Der Stundeplan ist straff, ein Seminar jagt das nächste und bei der überlangen Vorlesung können wir kaum noch die Augen offen halten. Zurück zu Hause, vom Zwiebellook befreit und in die Jogginghose gesprungen. Anstelle von einem entspannten Abend mit Netflix und Pizza liegen jedoch Hausaufgaben, Präsentationen und Nachbereitungen an. Stress. Stress. Stress. In völliger Verzweiflung sitzen wir an unserem Schreibtisch und denken an unser warmes, uns anlächelndes Bett. Dann klopft es plötzlich an der Haustür. Wir öffnen die Tür. „Welcome Klausurenphase!“ Weiterlesen

Wenn Plan A nicht aufgeht

„Die Zahl der Studienabbrecher steigt an“, „Massenphänomen Studienabbruch“, „Fast jeder Dritte bricht sein Studium ab“ – so titeln verschiedene Zeitungen seit Jahren. Die Quoten der Studienabbrecher erhöhen sich sogar jährlich. Zahlen und Statistiken, die all jene von uns beruhigen sollten, die an ihrem Studium zweifeln und mit dem Gedanken spielen, es abzubrechen. Tja, mich haben sie damals nicht beruhigt. Weiterlesen

Karriereplanung: Was Du auf Deinem Berufsweg beachten solltest

Diplom-Sozialarbeiterin Claudia Fink leitet das Career Center der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie ist seit über 16 Jahren als Coach und Beraterin tätig und damit Expertin in Sachen Karriere. In einem Gespräch mit Jessica Sarah Schulz für den KN-CollegeBlog berichtet Claudia Fink über ihre Erfahrungen und gibt hilfreiche Tipps für den beruflichen Weg von Studierenden.

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Sommer vs. Winter

War gerade nicht noch Sommer? So schnell kann es vorbei sein. Mit dem neuen Semesterbeginn bricht auch wieder der Winter ein. Sieben Uhr und immer noch dunkel. Morgens fällt uns das Aufstehen wieder schwer und die Suche nach Motivation ist vergebens. Dabei hat im Sommer deine Motivation eine kleine Hochphase erlebt. Perfekte Organisation und regelmäßige Vor-und Nachbereitung. Aber jetzt findest du mal wieder keinen Platz im Hörsaal, weil jeder am Anfang Pflichtlektüre und Klausurtermine mitbekommen will. Von Hotel Mama muss sich verabschiedet werden, denn das Mensaessen begrüßt dich mit offenen Armen. Bei eisigen Temperaturen sitzt du dann in der Vorlesung und überlegst, welche Serie du als nächstes starten kannst. Stress ist vorprogrammiert. Das Sommersemester scheint also viel besser zu sein, meinst du nicht auch?

Zum Duell treten an Sommerbrise vs. Winterlaune. Weiterlesen

How to be an Ersti

Abitur in der Tasche und nach 12 Jahren Schulbank drücken endlich am Ziel. Das fühlt sich so gut an, so groß und so erwachsen. Doch die nächste Herausforderung klopft schon wieder an die Tür. Studieren bedeutet wieder neu anzufangen als Erst-Semester. Oberstufenschüler sein hat sich da irgendwie sicherer angefühlt. Aber wenn es das Studium sein soll, dann muss dieser Schritt sein. Also auf zum Campus und sich auf all die Veränderungen einlassen. Student sein klingt jetzt wirklich so richtig erwachsen. Ja, es klingt vielleicht erwachsen, aber die Wahrheit sieht meistens etwas anders aus. Du wirst ganz schnell merken, dass die Veränderungen nur halb so groß sind, wie du befürchtest. Die Bücher werden teurer, der Kaffee essentieller, aber ansonsten sind es im Wesentlichen die Feinheiten, die das Uni-Leben vom Schulalltag unterscheiden. Weiterlesen

Alleingelassen im Studium

Ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen, Abitur in der Tasche und das Büffeln kann an der Uni schon weiter gehen. Nachdem ich jahrelang mit meinen besten Freunden in die gleiche Klasse gegangen bin, wartet nun die erste Challenge auf mich: Neue Leute kennenlernen, Freunde finden, eine Clique, mit der ich mein Studium verbringen werde. Genauso hab ich mir das nämlich vorgestellt. Aber was passiert, wenn die neu gefundenen Freunde den Studiengang schlecht reden? Oder sogar nach und nach abbrechen? Ist es dann auch für mich nicht das Richtige? Die Zweifel am eigenen Studiengang werden größer und damit auch die Angst, sich falsch entschieden zu haben. Weiterlesen

Jura, eine gute Wahl?

„Jura, eine gute Wahl!“ So reagieren viele, wenn man ihnen erzählt, dass man Jura studiert, also mit einer Mischung aus Bewunderung und Zuspruch. Die Entscheidung für Jura gilt als Vernunftentscheidung, etwas handfestes, wo niemand danach fragt, was man denn damit mal werden wolle. Doch das Jurastudium ist schwer. Es bringt Studierende an ihre Grenze. Es kostet viel Zeit, Motivation, Kraft und mentale Stärke. Bei kaum einem Studiengang ist die Abbruchquote so hoch. Zwischen einem Prädikat im Examen  oder dem Scheitern liegen oft nur Millimeter. Was aber genau bewegt die Studierenden auf diesem langen Weg? Jura-Beginner Lasse Schramm, Jura-Schlussmacherin Lotte Nieder* und Absolvent Marc Schröder der Universität Kiel berichten auf dem KN-Collegblog von ihren Erfahrungen im Jurastudium. Weiterlesen