Schlagwort-Archive: kultur

Game of Poets

Slammaster Björn Högsdal stimmt das Publikum auf den Abend ein.  Quelle: Jens Henkenius

Slammaster Björn Högsdal stimmt das Publikum auf den Abend ein.
Quelle: Jens Henkenius

„Ein Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit…“:  Wer diesen Satz von Moderator Björn Högsdal bereits auswendig mitsprechen kann, darf den nächsten Absatz überspringen. Aber immer noch gibt es Leute, die Slam-Neulinge sind. Und so gingen auch kürzlich am Donnerstag im Roten Salon der Pumpe auf die Frage, wer denn noch nie bei einer solchen Veranstaltung war, wieder ein paar Hände in die Höhe. Weiterlesen

Norwegen, Literatur und Gewalt

Das Buchcover des Romans (Foto: Forlaget Oktober)

Das Buchcover des Romans (Foto: Forlaget Oktober)

Ihr Debütroman dreht sich um Gewalt in lesbischen Beziehungen. Sie wurde als eine von elf Autoren ausgewählt, auf dem europäischen Festival des Debütromans 2014 präsent zu sein. An der Kieler Uni stellte sich die junge norwegische Autorin Ylva Ambrosia Wærenskjold allerdings einem kleineren Publikum vor. 13 Studenten der CAU berichtete sie von sich, ihrem Roman und dem Schaffensprozess, der hinter einem solchen Stück Literatur steckt. Weiterlesen

Junjo: Abseits vom Mainstream

Heute treffe ich mich mit einem Kieler Hip-Hop-Künstler.

JunjoM

www.facebook.com/junjomorello

Junjo M. ist eigentlich gebürtiger Neumünsteraner. Aber sein Studium zog ihn in die nahe gelegene Landeshauptstadt. Der 23-jährige Hobby-MC studiert im nun bald startenden 8. Semester Französisch und Italienisch auf Lehramt.

„Es war immer meine Priorität, auch etwas Ordentliches zu lernen“, sagt er.

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Das Leben ist ein Wunschkonzert

Das Licht geht aus. Nur ein paar Glühbirnen leuchten auf der Bühne.  Im Hintergrund ein großes Banner: „New York, Rio, Kiel“. Gespanntes Warten. Dann die ersten Akkorde von „Lass mich nie mehr los“. Jubel im Kieler MAX. Gänsehaut. Peter von den Sportfreunden Stiller trägt ein schwarz-weiß gestreiftes Oberteil. Hach, ist das schön. Weiterlesen

Feuchtgebiete: Bin ich bereit für Helen?

Wenn man mich vor drei Tagen gefragt hätte, welches Buch meiner Meinung nach auf keinen Fall verfilmt werden sollte, hätte ich „Feuchtgebiete“ geantwortet. Zum einen, weil mir bereits beim Lesen einige Absätze zu derb waren, zum anderen weil mir für einen eineinhalbstündigen Film die Handlung im Buch fehlt. Abgesehen von der Offenheit mit Sexualität und dem Körper, die mich beeindruckt und zugleich schockiert hat, fehlte mir eine tiefgründige Geschichte. Der familiäre Hintergrund um das Scheidungskind Helen Memel wirkte mir nicht ausgereift genug und zu schlicht, wodurch er von den sogenannten „Ekelszenen“ immer weiter in den Hintergrund gerückt ist. Weiterlesen

Die Kunst ist tot – Es lebe die Kunst!

Mucksmäuschenstill ist es in der Hansa 48. Vorsichtig, um ja keinen störenden Laut zu machen, nippt der ein oder andere Zuhörer an seinem Bier, die Augen unablässig auf  die Bühne gerichtet. Andächtig lauschen sie einem jungen Studenten, Maximilian Runge, der mit der geübten Stimme eines Geschichtenerzählers seinen Prosatext „Hiob in der Asche“ vorträgt. Maximilian, der Philosophie und Germanistik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studiert, ist einer der neun Autoren, die im Rahmen des „Schnipsel-Geburtstages“ ihr Können unter Beweis stellen.

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